Hamburgs ultimative Lösung gegen den Verkehrsstau.

Täglich quälen sich tausende PKW und LKW über die Autobahn A7 durch den Elbtunnel.Gerade jetzt werden die Nerven der Autofahrer besonders strapaziert. Baustelle an Baustelle reiht sich über den Weg von und nach Hamburg. Möglichst viele Projekte sollen fast gleichzeitig in Angriff genommen. Von der Sanierung der Autobahnbrücke an der Abfahrt Heimfeld, die Sperrung einzelner Elbtunnelröhren, der Verbreiterung der A7 beim Kreuz Nord-West, bis hin zum Bau des Autobahndeckels zwischen Bahrenfeld und Kreuz Nordwest noch in diesem Jahr beginnen wird. Die stundenlangen Fahrten von und zur Arbeit bedeuten für die geplagten Autofahrer viel Stress.
,,Hamburg muss sich etwas einfallen lassen, um nicht im Verkehrsinfarkt zu ersticken…“, drohte der bekannte Verkehrsexperte des ADAC Dr. Werner Schneider.
Die Stadt Hamburg fühlt sich jedoch auf diese Situation gut vorbereitet. ,,Wir haben schon entsprechende Maßnahmen ergriffen.“, bestätigte der Sprecher des Verkehrssenats Horst von Ahlen ,,…. wenn wir auf dem Landweg nicht voran kommen, dann müssen wir in die Luft ausweichen. Wir müssen die Autos einfach durch die Luft transportieren“

Was sich fast wie fliegende Autos wie in einem Science Fiction Roman anhört, wird in den nächsten Wochen schon Realität. Die Stadt Hamburg hat sechzehn Hubschrauber aus zivilen und militärischen Bestand gechartert um bei Verkehrsstau die Autos von einer Seite der Elbe zur anderen zu transportieren. ,,Die PKW müssen nur auf eine dafür vorgesehene Plattform fahren, der Rest läuft dann automatisch….“, erklärte Herr von Ahlen.
Sobald ein Pkw die entsprechende Position auf der Plattform eingenommen hat, schließen sich automatische Klammern an den Reifen. Diese stabilisieren das Fahrzeug, so dass es während des Fluges nicht rutschen kann. Außerdem fahren etwa ein Meter hohe Wände hoch und schränken die Sicht der Insassen ein.,,Dann können die PKW- Insassen nur geradeaus und nicht nach unten sehen. Damit wird die Reise auch für Personen angenehm, die unter Flugangst leiden.", erklärte von Ahlen. Dann kann der kurze Flug über die Elbe los gehen.
Eine Auswahl, ob ein Pkw an dem Überflug teilnimmt gibt es nicht. Ein Zufallsgenerator entscheidet bei Stau, wer an dem Lufttransfer teilnimmt. Die Fahrzeuge werden dann automatisch aus dem Stau heraus geleitet. Der ganze Flug dauert nur wenige Minuten.
Auf die Sicherheit während dieses Überfluges angesprochen, sagte von Ahlen: ,,....das System ist absolut sicher. Hamburg hat sich in einem drei Monate langen Versuch auf dieses Experiment vorbereitet." Etwa 30 freiwillige Personen probten, zum Teil mitsamt ihren Familien, den Überflug. Bis zum 30. April wird die Testphase beendet sein. Ab dem1.Mai wird die Anlage eingeweiht und steht der Öffentlichkeit zur Verfügung.
Vier Stationen für die Helikopter-PKW Landeplätze sind bereits ausgebaut; zwei an der Abfahrt Bahrenfeld und zwei an der Abfahrt Waltershof, in der Nähe der alten Zollabfertigung.